Der Code entsteht heute anders. Der Nachweis nicht.
KI-Coding-Assistenten sind längst Alltag — meist schneller eingeführt, als Freigabeprozesse mitwachsen konnten. Wer den Code wie geprüft hat? Meist mündlich geregelt, nirgends belegt.
Der Moment, in dem es konkret wird
Ein neuer Kunde schickt vor Vertragsabschluss einen Sicherheitsfragebogen:
- Wie wird KI-generierter Code freigegeben?
- Wer prüft ihn?
- Gibt es ein dokumentiertes Managementsystem?
Wer sofort belegbar antwortet, unterschreibt. Wer erst intern sammeln muss, bleibt im Einkauf liegen — gerade bei Startups mit knappem Entscheidungsfenster.
Was ein AIMS ist — und was OPA damit zu tun hat
AIMS steht für Artificial Intelligence Management System — ein KI-Managementsystem nach ISO 42001, analog zum ISMS für Informationssicherheit. Der Unterschied zum Ordner voller Richtlinien: Es lebt dort, wo Ihre Entwicklung stattfindet — versioniert in Git, mit benannten Verantwortlichen und messbaren Zielen.
1. Policies definieren
Gemeinsam legen wir fest, welche Regeln gelten: Sicherheit, Lizenzen, Vertraulichkeit, Freigaben, Dokumentation.
2. System & Nachweise aufbauen
KI-Inventar, Risikoregister, Freigaben, Logging-Konzept — versioniert, mit benannten Verantwortlichen. Wenn ein Kunde fragt, liegt die Antwort vor.
3. Messen — und auf Wunsch automatisieren
KPI-Reports aus den Logs zeigen, ob die Regeln gelebt werden — als Ausbaustufe prüft Open Policy Agent (OPA) sie automatisiert in der Pipeline: Verstöße werden vor dem Merge sichtbar.
Weitere Ausbaustufe: ein Dashboard, das den Compliance-Status in Echtzeit zeigt — für Sie und für jeden Kunden, der danach fragt.
Was Ihnen das bringt
Schneller unterschreiben
Compliance-Fragen stoppen den Vertrag nicht mehr im Einkauf.
Vertrauen, das verkauft
Ein belegbares AIMS ist ein Wettbewerbsvorteil in jeder Ausschreibung.
Antworten im Ernstfall
Bei einem Vorfall liegen die Fakten in Minuten vor, nicht in Wochen.
In der Praxis gebaut, nicht nur konzipiert
- In der Praxis gebaut: Zuletzt für ein mittelständisches Softwarehaus im SAP-Umfeld, dessen Entwickler einen KI-Code-Assistenten produktiv nutzen — vom KI-System-Register bis zum ISO 42001-Kern.
- Erfahrung: 20 Jahre Praxis, Dozentin für KI-Beauftragte & KI-Manager (ISO 42001 & KI-Governance), Schulungsbewertung 4,9/5.
Warum jetzt — und warum vor Ihren Wettbewerbern
- Seit 02.02.2025: Der EU AI Act verlangt KI-Kompetenz im Unternehmen (Art. 4).
- Ab 02.08.2026: Die Transparenzpflichten greifen (Art. 50).
- Heute schon: Sicherheitsfragebögen zu KI sind in B2B-Ausschreibungen Standard.
Wer jetzt beginnt, hat den Nachweis, den die Konkurrenz erst versprechen muss.
Zwei Ausgangslagen — ein System
Sie bauen Software für regulierte Abnehmer
Medizintechnik, Finanzdienstleister, Automotive-Zulieferer: Ihre Kunden geben ihre Compliance-Pflichten an Sie weiter. Ein belegbares AIMS beantwortet die Lieferantenbewertung, bevor sie zum Engpass wird — kein internes Projekt, sondern ein Vertriebsargument.
Sie entwickeln Individualsoftware ohne regulierten Abnehmer
Auch ohne regulierten Abnehmer trägt die Geschäftsführung die Verantwortung für KI-generierten Code. Ein AIMS macht das steuerbar: klare Regeln, dokumentierte Entscheidungen statt stillschweigender Duldung.
Der erste Schritt
Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir ein, wo Ihr Team steht: welche KI-Werkzeuge laufen, was geregelt ist, was fehlt. Danach kennen Sie Ihren konkreten Weg zum AIMS. Die Beratung ist BAFA-förderfähig.
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Häufige Fragen
Was ist ein AIMS (Artificial Intelligence Management System)?
Ein Managementsystem, das den Umgang mit KI im Unternehmen strukturiert — Inventar, Risikoeinordnung, Freigabeprozesse, Nachweisführung. Analog zu einem ISMS für Informationssicherheit, hier speziell für KI-gestützte Softwareentwicklung. Grundlage ist ISO 42001, der internationale Standard für KI-Managementsysteme.
Was ist OPA, und was hat es mit unserer Entwicklung zu tun?
Open Policy Agent ist eine Open-Source-Policy-Engine. Sie prüft Regeln automatisiert im Entwicklungsprozess — in CI/CD, Code-Review und Deployment. Im AIMS-Aufbau ist OPA die optionale Automatisierungsstufe: Statt Regeln nur in einem Dokument zu führen, werden die wichtigsten bei jedem Commit angewendet.
Warum liegt das AIMS in Git?
Weil Ihre Entwickler dort ohnehin arbeiten. Policies, Änderungen und Freigaben sind damit versioniert und nachvollziehbar — jede Regeländerung hat ein Datum, einen Autor und einen Grund. Genau die Nachvollziehbarkeit, die ein Audit verlangt.
Ersetzt ein AIMS die ISO 42001-Zertifizierung?
Nein. Das AIMS ist das Managementsystem, das ISO 42001 beschreibt — die Zertifizierung selbst erfolgt durch eine akkreditierte Stelle. Der Aufbau bereitet den Nachweis vor, den eine Zertifizierung oder ein Kundenaudit einfordert.
Wir haben noch keine KI-Policies dokumentiert. Ist das ein Problem?
Das ist der Regelfall, kein Ausschlussgrund. Die Policy-Definition ist Schritt 1 des Aufbaus — wir starten bei dem, was Ihr Team heute tatsächlich tut, nicht bei einem Idealbild.
Brauchen wir dafür ein eigenes Compliance-Team?
Nein. Der Kern des Ansatzes ist, dass die Prüfung automatisiert läuft (über OPA), statt zusätzliches Personal zu binden. Was bleibt, ist eine klar benannte Verantwortlichkeit — die gibt es in jedem Softwarehaus bereits.
Ihr Team entwickelt mit KI. Sorgen Sie dafür, dass Sie es belegen können.
Bevor der nächste Kunde danach fragt: In 30 Minuten wissen Sie, welche Lücke ein Kundenaudit heute finden würde — und was ein AIMS-Aufbau bei Ihnen konkret umfasst.
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026